Der Aufbau eines Billard-Queues

Sie verstehen oft nur Bahnhof wenn Sie erfahreren Billard-Spielern beim fachsimpeln mal zuhören? Da fallen Begriffe wie Ferrule, Shaft oder Bud-Cap. Hier helfen wir Ihnen weiter. Sie bekommen von uns eine genaue Beschreibung der Fachbegriffe die Ihnen bei der Auswahl eines Queue auch sehr behilflich sein können.

1. Leder

An der Spitze des Queues befindet sich eine Lederkappe um die Berührung mit dem Spielball zu dämpfen. Bei preisgünstigen Queues sind diese Lederspitzen (Standardqualität) aufgeschraubt, während bei hochwertigen Queues die Lederspitzen immer aufgeklebt sind und daher auch die Bezeichnung Klebeleder haben. Bei Poolqueues verwendet man Leder im Durchmesser 12-13mm, bei Karambolagequeues 11-11,5rnm und bei Snookerqueues 9-10mm. Die Lederspitze sollte von ihrer Form her etwas abgerundet sein. Da das Leder aber einem gewissen Verschleiß unterliegt, sollte es mit den angebotenen Lederformern und Trimmern regelmäßig kontrolliert und gegebenenfalls nachgeformt werden.

2. Ferrule

Das Teil auf dem die Lederspitzen angebracht sind, nennt man: Ferrule. Diese Ferrule umfaßt innen den Holzzapfen und schütz das Holz vor Rissen und sorgt außerdem für das Abfangen harter Stöße. Eine beschädigte Ferrule kann zwar in der Regel in einer, Oueuereparaturwerkstatt" ausgetauscht werden, dennoch sollte man prüfen, ob die teilweise kostspielige Reparatur im Verhältnis zu einer Neuanschaffung eines Oberteiles steht.

3. Oberteil - Shaft

Das Oberteil besteht aus Holz. Bei einfachen Queues verwendet man Raminholz, während bei den hochwertigen Queues ausgesuchtes Ahornholz verwendet wird. Ahornholz ist flexibler, weswegen man gefühlvoller spielen kann als mit dem härteren Raminholz. Da es sehr wichtig ist, daß das Oberteil immer leicht gleitet, sollte man es mit den angebotenen Pflegemitteln von Zeit zu Zeit behandeln. Viele erfahrene Billardspieler führen ständig ein Ersatzoberteil mit sich, um bei einem Lederdefekt oder einem anderen Handicap einen schnellen Austausch vornehmen zu können.

4. Zierring

Das untere Ende des Oberteils wird von einem Zierring umfaßt. Dieser Zierring schützt wiederum das Holz gegenüber der Verbindung mit dem Unterteil.

5. Verbindung - Joint

Die Verbindung von Oberteil und Unterteil nennt man Joint. Bei den preiswerten Queues ist dieses Verbindungsteil aus Messing oder Kunststoff gefertigt, wogegen bei hochwertigen Queues polierter Edelstahl verwendet wird.

6. Unterteil

Unter dem Joint beginnt das Unterteil welches überlackiert ist, um das Holz sowie die teilweise hochwertigen Einlegearbeiten und Verziehrungen zu schützen.

7. Das Griffband

Das Griffband befindet sich in der Griffzone des Spielqueues und wird in verschiedenen Ausführungen angeboten. Überlackiert, aus Nylon, Super-Grip oder aus hochwertigem Irish-Linen (Leinen). Hierbei muss sich jeder Spieler selbst für eines der angebotenen Griffbänder entscheiden.

8. Endstück - But-Cap

Das Endstück das meist aus Kunststoff gefertigt wird, hat die Aufgabe, das Queue nach unten hin zu schützen. Innen befindet sich eine Gewindeschraube (Gewichtsschraube). Außen am Endstück findet man häufig die Markennamen eingraviert. Der Gummipuffer ganz unten dient ebenfalls zum Schutz des Queues besonders beim Abstellen auf harten Stein- oder Fliesenböden. Bei Verschleiß können Sie Puffer jederzeit nachkaufen.

Noch ein wichtiger Tip

Wenn Sie sich zum Kauf eines Oueues entschieden haben, sollten Sie auch auf die richtige Aufbewahrung und sicheren Transport achten. Und daher am besten gleich eine gefütterte Oueuetasche, Hartschalenkoffer oder Köcher mit anschaffen. Denken Sie daran, daß Ihr Queue aus Holz besteht und somit ein Naturprodukt ist, das unter Umständen auf Temperaturschwankungen empfindlich reagieren kann.